250404HJFreitagFelix

 

 

Maximilian Kolbe und seine Miliz der „Unbefleckten Jungfrau“

 

Das Wochenende am ersten Fastensonntag stand in St. Felix ganz im Zeichen der marianischen Spiritualität von Maximilian Kolbe. Zu Gast war Pater Hieronim Jopek aus dem Kloster Blieskastel.

Der Generalassistent der Militia Immaculatae (MI) für Deutschland gestaltete am Samstag den Einkehrtag des Franziskuskreises und des Dritten Ordens (OFS). Thema war der heilige Maximilian Kolbe.

 

20250309MKolbeausstellgB300

 Pater Hieronim Jopek präsentiert in der Felixkirche die „Impulse des hl. Maximilian M. Kolbe“. Im Hintergrund ein Bild Kolbes, das ein italienischer Künstler für die Wallfahrtskirche gemalt hat. 

Auch bei allen drei Gottesdiensten in der Felixkirche predigte der Franziskaner-Minorit der Provinz Krakau über Kolbe und sein herausragendes Wirken. Pater Hieronim blickte zunächst auf den Januar 1917 zurück. Bei einer Demonstration auf dem Petersplatz in Rom lästerten antiklerikale Freimaurer Gott, beleidigten die Mutter Gottes und beschimpften Papst und Kirche.

Der 23-jährige Doktor der Philosophie ist tief erschüttert. Der Pole gründet gemeinsam mit sechs weiteren Franziskanern die MI. Für ihn steht außer Frage: Die Christen müssen als "Ritter der Unbefleckten" auftreten, diesen hasserfüllten Beleidigungen mit den "Waffen" des Gebets und der Liebe begegnen und unter der Führung der Gottesmutter Maria die Menschen für Christus gewinnen.

In der Nähe von Warschau stampft er dann Niepokalanow, die "Stadt der Unbefleckten (Jungfrau Maria)", aus dem Boden: mit Basilika, Verlag mit Redaktion, Radiostation, Bibliothek, Druckerei und Versand sowie Wohnungen für Geistliche, Novizen und einer Krankenstation. 1937 leben hier 700 Personen. Es werden acht Zeitschriften mit einigen 100 000 Exemplaren gedruckt. Ähnliches errichtet er anschließend in Nagasaki in Japan.

Wieder zurück in der Heimat, wird Kolbe von den Nazis verhaftet und schließlich ins Todeslager nach Auschwitz deportiert. Hier geht er freiwillig für einen 40-jährigen polnischen Familienvater in den Hungerbunker und wird so zum „Märtyrer der Nächstenliebe“. 1982 spricht ihn Papst Johannes Paul II. heilig.

Pater Hieronim ist nicht mit leeren Händen nach Neustadt gekommen. Im Gepäck hatte er das Buch „Impulse des hl. Maximilian M. Kolbe“ - das einzige Werk, das die immer frei und ohne Manuskript gehaltenen Reden des Ordensmannes in seinem Kloster dokumentiert. Mitbrüder hatten Notizen gemacht und diese auch über die deutsche Besatzungszeit hinaus gerettet.

 

 

 

2025_Buchvorstellung_in_St.png

St.-Felix-Bibliothek am Sonntag wieder geöffnet

Nach dem 10-Uhr-Gottesdienst in der Wallfahrtskirche St. Felix ist am Sonntag, 16. März, die Bibliothek im Kloster St. Felix bis 12 Uhr geöffnet.

Interessenten haben die Möglichkeit, sich kostenlos mit religiöser Literatur - zum Beispiel verschiedene Bibelauslegungen, Biografien und Romane sowie DVDs - einzudecken. 

Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen lässt es sich auch gut über das eine oder andere Buch plaudern und sich austauschen. Der Eingang erfolgt über die Klosterpforte. 

 

 

 

 

Lichtbildervortrag über eine Indienreise einer Reisegruppe aus dem Raum Neustadt/Parkstein am Freitag, 14. März, um 19 Uhr in der Klosterkirche St. Felix.

Im Januar 2025 besuchte eine Reisegruppe aus dem Raum Neustadt/Parkstein Indien. Reiseleiter war der Parksteiner Pfarrer Dr. James Mudakodil. Mit dabei waren die Neustädter Alois und Inge Pecher. Das Ehepaar, das sich schon lange dem Kloster St. Felix verbunden fühlt, schildert am Freitag, 14. März, um 19 Uhr in einem Lichtbildervortrag in der Klosterkirche St. Felix ihre nachhaltigen Eindrücke vom bevölkerungsreichsten Land der Welt. Dem Vortrag voraus geht um 18 Uhr der Kreuzweg. Alle Interessenten sind willkommen.   

 

Zupfer-Moidln gestalten mit ihren herzerwärmenden Stimmen Rorateandacht in St. Felix 

 

Wenn die Zupfer-Moidln in der Klosterkirche St. Felix angekündigt sind, dann lassen sich die Besucher nicht zweimal bitten. Die populären Neustädter Sängerinnen lockten an einem Werktag-Abend zur Rorateandacht rund 120 Gläubige ins Gotteshaus.

58 Kerzenlichter in den Kirchenbänken sorgten für stimmungsvolles Ambiente, als Guardian Pater Stanislaus das Gesangsduo bereits zur 9. Rorateandacht willkommen hieß. Diese solle den Zuhörern dank besinnlicher Texte und dem herzerwärmenden Gesang von Waltraud Neubauer und Renate Zupfer-Vilas das Weihnachtsgeheimnis näher bringen.

 

20241217 ZupferBA640

Pater Stanislaus freut sich mit den Zupfer-Moidln Renate und Waltraud (von rechts) über die gut besuchte Rorateandacht in St. Felix. 

Die Erwartung des Herrn rufe in uns die wahre Freude hervor und wecke zugleich den Wunsch, mit allen Menschen in Frieden zu leben, führte der Franziskaner-Minorit in diesen Abend zur Ehre der Jungfrau Maria ein. Doch auch wenn wir uns selbst und unseren Lieben den Frieden so sehr wünschen, merken wir, wie zugleich zerbrechlich und gar schwer zu bewahren er sei. Frieden sei weniger ein Wunsch, vielmehr eine Aufgabe, die von Herzen bejaht werden müsse.

Zwischen einfühlsamen Texten von Pater Stanislaus und Lektorin Monika Weig erfreuten die Zupfer-Moidln mit so schönen Advents- und Weihnachtsliedern wie „Staad, staad, heit is Advent“, „Als Maria übers Gebirge ging“, „Meine Schafe“, „Weihnachten is nimmer weit“, „A Jodler fürs Christkind“, „Schlaf wohl du Himmelsknabe du“ oder „Es ist jetzt die heilige Nacht“.

Weil die Zeit so schnell vergangen war, setzte das stimmkräftige Duo noch die Zugaben „Es ist jetzt die heilige Nacht“ und „Schönstes Kindlein, bestes Knäblein“ drauf. Alle Stücke ohne Verstärker und a capella. Schließlich stimmten alle Besucher in „Stille Nacht, heilige Nacht“ ein.

Beim Verlassen des Gotteshaus zeigten sich die dankbaren Gäste großzügig und spendeten 265 Euro, die dem Kloster St. Felix zugute kommen.

Unterkategorien